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01.04.2010, 14:13 Uhr Übersicht | Drucken
Buchvorstellung
Eine Nahaufnahme von Helmut Kohl

Am 3. April feiert Helmut Kohl seinen 80. Geburtstag. Pünktlich zu diesem Ehrentag veröffentlichte dessen früherer enger Mitarbeiter, Stephan Eisel, eine Biografie, die sich unter dem Titel "Nahaufnahme" mit dem "Phänomen Kohl" beschäftigt. "Noch ein Buch über den Altkanzler?", fragte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe zu Beginn seiner Vorstellung der Kohl-Biografie am Donnerstag in Berlin - und ließ ein überzeugtes "Ja!" folgen.

Hermann Gröhe
 

Gröhe: Aus jeder Zeile ist Sympathie für den Menschen und Politiker Helmut Kohl zu spüren.

Denn bei Stephan Eisels Buch handele es sich nicht um eine "übliche Biografie", sondern um eine "persönliche Erlebnisreise". Schließlich habe Eisel Helmut Kohl über drei Jahrzehnte aus der Nähe erleben können: Anfang der 70er Jahre bei der Jungen Union in seiner pfälzischen Heimat, dann beim Ring christlich-demokratischer Studenten in Marburg und als RCDS-Bundesvorsitzender 1979/80 in Bonn. Am prägendsten sei sicherlich die Zeit von 1983 bis 1987 als Redenschreiber für den damaligen Bundeskanzler und von 1987 bis 1991 als stellvertretender Leiter des Kanzlerbüros gewesen.

Vor allem fesselten den CDU-Generalsekretär die "politischen Sternstunden" in Kohls Leben. Dazu gehört auch die Darstellung des vor der Wiedervereinigung herrschenden innenpolitischen Klimas in der Bundesrepublik: Während heute "die Zahl der Väter und Mütter der deutschen Einheit von Jahr zu Jahr" wachse, hätten 1989 viele das Thema Wiedervereinigung längst abgeschrieben, schreibt Eisel. Andere wiederum, wie der damalige saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine (SPD), hätten das Ziel der Wiedervereinigung noch einen Tag vor dem Mauerfall, am 8. November 1989, "für falsch und anachronistisch" gehalten.

Als zeitlos aktuell würdigte Gröhe Kohls Analyse des Ergebnisses der Bundestagswahl 1987. So habe der damalige Kanzler eine wesentliche Ursache für die Stimmenverluste auf den Dauerstreit zwischen CSU und FDP zurückgeführt. Nichts sei nun einmal schlimmer als "das Bild der Uneinigkeit". Kohls Schlussfolgerung: "Man müsse sie einfach laufen lassen, ohne dauernd zu kommentieren und dadurch ihren Kurs aufzuwerten". Dass Hermann Gröhe dieser unterhaltsamen und spannenden "Nahaufnahme" viele Leser wünscht, soll an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt werden.

Feierlichkeiten zu Kohls Geburtstag in Ludwigshafen
Mit Blick auf den bevorstehenden runden Geburtstag des Altbundeskanzlers betonte Generalsekretär Gröhe, für die CDU sei es "ein Herzensanliegen", die "herausragende Lebensleistung von Helmut Kohl in angemessener Weise zu würdigen". Die CDU hätte dies sehr gerne mit einer Veranstaltung in Berlin getan, nun werde man dies wegen Kohls Gesundheitszustands in anderer Weise tun müssen. Eine Festveranstaltung finde am 5. Mai in Ludwigshafen statt. Rund 1000 Gäste werden erwartet, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dem Altkanzler war Ende Januar in der Universitätsklinik Heidelberg die Gallenblase entfernt worden. Derzeit erholt er sich zu Hause.

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01.04.2010, 14:15 Uhr


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