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Neuigkeiten
09.04.2008, 23:53 Uhr | Schifferstadter Tagblatt
Christine Hinderberger als Vorsitzende der FU Rhein-Pfalz-Kreis bestätigt
Christine Hinderberger bleibt Vorsitzende der Frauenunion (FU) Rhein-Pfalz-Kreis. Bei der Mitgliederversammlung am Dienstagabend im Pfarrheim Herz Jesu votierten 27 von insgesamt 29 stimmberechtigten Anwesenden für die 56-jährige Grundschullehrerin aus Schifferstadt, bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung.
Die Vorstandsspitze der Frauenunion. Foto: May
Mit Ida Bohrer und Lydia Mainitz, die in den Kreis der Beisitzerinnen gewählt wurden, gehören zwei weitere Schifferstadterinnen der Vorstandschaft der FU Rhein-Pfalz-Kreis an.

In ihrem Rechenschaftsbericht ließ Christine Hinderberger die Aktivitäten der Kreis-FU seit November 2005 Revue passieren. Auf die Tatsache verweisend, dass im Bundestag der ohnehin schon geringe Anteil der Frauen von 22,8 auf 19,9 Prozent gesunken ist, mahnte die Kreis-FU-Vorsitzende die Umsetzung der Gleichberechtigung an. Trotz Kanzlerin Merkel befürchte die FU einen weiter schwindenden Einfluss der Frauen auf die Politik der Union, die auf deren Kreativität und Sachverstand angewiesen sei, so Hinderberger weiter.

Als vorrangige Ziele der Kreis-FU in den nächsten Jahren nannte deren Vorsitzende die Verfolgung der Schulpolitik, insbesondere im Hinblick auf Ganztagsschulen, sowie das Thema Energie und deren Kosten. Hier wolle man ein besonderes Augenmerk auf das in Landau entstandene Geothermiewerk richten. Der FU Rhein-Pfalz-Kreis gehören aktuell 485 Mitglieder an.

Informationen zur rheinland-pfälzischen Schulstrukturreform aus der Sicht der CDU-Landtagsfraktion gab Dorothea Schäfer, MdL und FU-Bezirksvorsitzende. Anders als in Bayern, wo Schüler einen ordentlichen Hauptschulabschluss erwerben und damit auch einen guten Ausbildungsplatz bekommen könnten, hätten die Hauptschulen in Rheinland-Pfalz in Folge der Abschaffung der Verbindlichkeit der durch die Grundschulen auszusprechenden Empfehlungen durch die SPD ab 1991 einen massiven Rückgang an Anmeldungen zu verzeichnen, führte Schäfer an. Eltern strebten heutzutage von vornherein den höchstmöglichen Schulabschluss für ihre Kinder an, dies habe einen regelrechten "Run" auf die Gymnasien ausgelöst. Vor dem Hintergrund, dass es nach wie vor unterschiedliche Begabungen und Neigungen gäbe, dürfe man allerdings nicht davon ausgehen, dass jedes Kind mit dem Abitur die Schulzeit abschließen würde, betonte die Landtagsabgeordnete.

Die von der Landesregierung angestrebte "Realschule Plus" sieht eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule mit gemeinsamer Orientierungsstufe vor, danach werde differenziert. Mit dieser von der SPD als "tolles Vorhaben" verkauften Reform werde letztendlich auch angestrebt, die Gesamtschulen in Rheinland-Pfalz den anderen Schulen gleichzustellen, mutmaßte Dorothea Schäfer, die auch die Pläne der Landesregierung, an Realschulen Plus Fachoberschulen einzurichten, kritisch unter die Lupe nahm. Nach wie vor vertrete die Union die Auffassung, dass das bisherige, gegliederte Schulsystem erhalten bleiben müsse und plädiere daher für eine Stärkung der Hauptschule durch besondere pädagogische Konzepte. Qualität und individuelle Förderung hätten nach wie vor Priorität, so die Landtagsabgeordnete.

"Die Schulen im Rhein-Pfalz-Kreis sind für die Strukturreform vergleichsweise gut gerüstet, wenn diese auch so nicht gewollt ist", erklärte Kreisbeigeordneter Michael Elster. Mit der Einrichtung des Schulzentrums in Schifferstadt habe man bereits unter seinem Vorgänger Theo Magin sowohl auf Durchlässigkeit geachtet, als auch die Erhaltung des gegliederten Schulsystems angestrebt. In den Schulzentren sei es "relativ einfach", das bisherige System in eine Additive Realschule Plus überführen zu können, so Elster weiter. Ausführlich ging der Kreisbeigeordnete auch auf dem Problematik der Einschreibungen an Integrierten Gesamtschulen für Schüler mit Real- und Hauptschulempfehlung ein. In vielen Fällen würden diese Schüler dort abgewiesen und müssten – obgleich die IGS am Wohnort ansässig ist – zu einer Schule im Nachbarort gefahren werden.

Vorstandschaft der Kreis-FU:
1. Vorsitzende: Christine Hinderberger, Stellvertreterinnen: Bärbel Buschbacher, Eva-Maria von Hauff, Schriftführerin: Inge Ritthaler, Beisitzerinnen: Gabriele Böhle, Ida Bohrer, Barbara Eisenbarth, Denise Fleischmann, Barbara Hasenstab, Ilona Klauer, Sylvia Lobocki, Lydia Mainitz, Andrea Ruschin, Dr. Ursula Waldburg.
-cher
09.04.2008, 23:53 Uhr